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Energieforschungsgespräche Disentis

Aufgrund der Nuklearkatastrophe in Japan am 11. März 2011 hat der Bundesrat den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Damit sollen die bestehenden fünf Kernkraftwerke am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer stillgelegt werden. Um den stetigen Wegfall der Stromproduktion aus Kernenergie auffangen zu können, hat der Bundesrat im Rahmen der neuen Energiestrategie 2050 folgende Massnahmen festgehalten: intensive Förderung der Energieeffizienz, Ausbau der Wasserkraft und neuen erneuerbaren Energien, falls nötig, dezentrale Stromproduktion durch Wärmekraftkopplungsanlagen und Gaskombikraftwerke und Stromimport.

Die „Energieforschungsgespräche Disentis“ gewährleisten einen internationalen und interdisziplinären Austausch zwischen Forschern im Bereich Energie und leisten damit einen wertvollen Beitrag für die Energiewende. Diese Veranstaltung richtet sich indessen nicht nur an die Wissenschaft, sondern auch an ein breites, an Energiethemen interessiertes Publikum. Die Veranstaltung findet jeweils an drei Tagen einmal pro Jahr in den Räumen des Benediktinerklosters in Disentis/Mustér statt und wird durch die Stiftung AlpEnForCe in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen organisiert. Im Januar 2016, 2017, 2018 und 2019 haben bereits erfolgreiche Energieforschungsgespräche stattgefunden. 

Die nächsten Energieforschungsgespräche finden vom 22. bis 24. Januar 2020 im Benediktinerkloster in Disentis/Mustér statt. Mehr Informationen


Sommertagungen

Diesjährige Sommertagung: "12 TWh STROM AUS GEBIRGS-PV-ANLAGEN. Der Ersatz der Schweizer Atomkraft?"

Die interdisziplinäre Diskussion an den diesjärigen Energieforschungsgesprächen Disentis zwischen Wissenschaft und Netzbetreibern führte zu einer Konkretisierung der Option Solarstromproduktion im Gebirge. Dank effizienteren Produktionsbedingungen im Gebirge würde für 12 TWh Solarstrom 1/3 weniger Platz benötigt, bei gleichzeitig höherer Produktionsmenge in den kritischen Wintermonaten. Der Aufstellwinkel der PV-Module von 90 Grad bietet gerade im Gebirge zusätzliche Möglichkeiten.

Mit der Gebirgs-PV erschliesst sich eine neue Energiequelle aus dem Gebirge für die Schweiz. Das Gebirge leistet bei der Schweizer Wasserkraft einen entscheidenden Beitrag. Gewinnt das Gebirge nun auch in der Produktion von Solarstrom an Bedeutung?

Landschaftsschutz und Netzerschliessung sind zwei der zahlreichen anspruchsvollen Themen, die für eine Realisierung von 12 TWh Gebirgssolarstrom mit allen Beteiligten diskutiert werden müssen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Diese Tagung bringt die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Diskussion und zeigt im Austausch mit Politik und Verbäden mögliche Umsetzungsrichtungen auf. Mehr Informationen

 



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